Gil Ducommun

Gil Ducommun (1946) wuchs zweisprachig am Bielersee auf. Mit 17 beschloss er, sich den Themen Hunger, Armut und Frieden in der Welt zu widmen. Dazu studierte er Landwirtschaft und internationale Beziehungen (INDEL 1) an der ETH Zürich (1965–71). Nach einem Praktikum in Dahomey (Benin) arbeitete er drei Jahre in Ruanda (1972–74). Verheiratet mit Heidi ab 1968, kamen dort ihre beiden Kinder zur Welt. Nach fast einem Jahr (1975) in der Agrarforschung (Berggebiete, ETHZ) wurde er zum FAO-Sekretär der Bundesverwaltung ernannt und war im Bundesamt für Landwirtschaft tätig (1975–80). Diese Zeit in internationaler Agrarpolitik und -diplomatie war nach der Feldarbeit sehr lehrreich. Daneben engagierte sich Ducommun in der Erklärung von Bern.

Nach 4½ Jahren wechselte er in das Leitungsteam der Swissaid, einer Entwicklungs-NGO in Bern, wo er nach und nach die Länderprogramme in Guinea-Bissau, Tschad, Kap Verde und Niger betreute. Daneben vertrat er Swissaid in der Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke (heute AllianceSüd). Nach zehn Jahren bei Swissaid leitete er zwei Jahre das Informationszentrum für ökologischen Landbau in den Tropen am Ökozentrum Langenbruck.

Ab 1992 wirkte er während 16 Jahren als Dozent für Entwicklungspolitik und Agrarökonomie der Tropen und als Leiter des Studienganges Internationale Landwirtschaft an der HAFL (Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften, Bern – früher SHL Zollikofen). Er ging mit 62 in Frühpension, um sich ganz einem Parteiprojekt zu widmen.

1985 gründete Ducommun die BEAULIEU-Gruppe. Daraus entstand 1990 das Buch Aufbruch von innen – Manifest für eine Ethik der Zukunft (Fischer TB), welches er zuvor auf Französisch verfasst hatte (Construire l’Espérance, Ed. de l’Aire); 1991 wurde auf dieser Grundlage die Ökospirituelle Bewegung BEAULIEU gegründet (1991–2000). Das europäische Netzwerk HOLON gründete er 1986 mit drei Freunden. Im Jahr 2000 lancierte er das Parteiprojekt Dynamik5, welches 2003 einging. 2005 kam sein Buch Nach dem Kapitalismus – Wirtschaftsordnung einer integralen Kultur heraus (Vianova Verl.). Dieses war die Grundlage für das Parteiprojekt Integrale Politik, aus dem er 2010 ausschied.

Mitte 2015 erschien der erste Teil des Manuskripts “Postmaterialismus” als Buch, unter dem Titel “Die Aushöhlung der Demokratie – Kapitalkonzentration und Macht” (Edition Menschenklang.)

Der zweite Teil wurde danach gründlich überarbeitet und sollte 2017 unter dem Titel “der Westen weiter gedacht – Postmaterialismus” als Buch erscheinen.

Privat lebte ich bis Ende 2007 mit meiner Frau Heidi ab Mitte 2009 in Wengen (Berner Oberland) mit meiner zweiten Lebenspartnerin Bettina Busenhart. Seit April 2014 lebe ich alleine im Voralpengebiet südlich von Bern.

Gil Ducommun ausführlicher Lebenslauf als PDF

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